Marie Lewand und die Liebe

...Kamps kleidete sich an, dann setzte er sich noch einmal an den Bettrand. Schaute auf Marie hinunter, die in ahnungslosem Halbschlaf erst die Arme nach ihm ausstreckte und dann ihren Kopf auf seine Schenkel bettete. Einige Minuten lang saß er einfach nur so da. Strich ihr nachdenklich über Haare, Gesicht und Schultern, streifte lächelnd ihren Brustansatz. „Komm gut durch den Tag und meld Dich bald“, murmelte Marie und drehte sich auf die Seite. Vielleicht würde ihr schon beim Aufwachen klar werden, dass Kamps ungewohnte Zartheit Teil des finalen Abschieds war. Vielleicht würde sie erst in einigen Wochen begreifen. Vielleicht würde sie weinen.

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