Schaden in Fis-Dur

Im Grunde war das Musikgedächtnis organisiert wie in Fahrenheit 451. Bloß dass die Menschen nicht zu Büchern wurden, sondern zu Liedern. Persönliche Vorlieben interessierten die Bewahrer nicht. Sie teilten zu.

Erst störte mich das nicht weiter. Musicals hatte ich schon immer gern gesungen, Cabaret sowieso, und Llloyd-Webber-Kram fiel gottlob nicht in meine Zuständigkeit. Manchmal bedauerte ich Carla, die an Gleis 5 tagein, tagaus „Memories“ knödeln musste. Oder Gerald, der hinten im Rangierbahnhof als „Pinball Wizard“ unterwegs war.

Doch dann kam der Tag, an dem jemand den Bewahrern steckte, dass ich den kompletten Text von „Es gibt kein Bier auf Hawaii“ konnte...

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